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Karim Bannour
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Karim-Patrick Bannour ist Inhaber der Social Media-Agentur viermalvier.at. Vor über 12 Jahren hat seine berufliche Laufbahn in der IT-Branche begonnen. Bei Raiffeisen Salzburg war er von 1998 - 2002 zuerst in der IT-Betreuung der Filialen und der Schulung diverser Konzernprogramme tätig, dann in der Abteilung Internetbanking. 2002 begann er das Studium der Politikwissenschaft in Salzburg mit Auslandsjahr in Paris an der renommierten Grand-Ecole Sciences Po. Noch während des aktiven Studiums übernahm er den Aufbau und die Leitung der bis zu 10 Mitarbeiter starken Content-Redaktion der IQONIA imarketing GmbH, die für die Recherche, Aggregation und Verarbeitung von georeferenzierten Daten sorgte. 2009 hat er seine eigene Social Media-Agentur gegründet und arbeitet seitdem ausschließlich im Social Media-Bereich. |
| Interview mit Karim Bannour |
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1. Seit wann bist Du im Internet aktiv und was war Dein persönlicher Einstieg? Für Computer habe ich mich schon seit meiner frühesten Jugend interessiert. Meine ersten Interneterfahrungen habe ich 1994 gesammelt, als ich an einem öffentlichen Internetterminal ein paar Chatter persönlich kennenlernte, die den ganzen Tag mit anderen Usern aus der ganzen Welt kommunizierten. Diese unkomplizierte, in jeder Hinsicht grenzenlose Kommunikation mit fremden und bekannten Menschen hat mir extrem gut gefallen. Von da an setzte ich mich intensiver mit dem Thema "Internet" auseinander: Schließlich machte ich das Internet von meiner Berufung zu meinem Beruf. 2. Worin siehst Du die großen Chancen, aber auch die großen Risiken des Internet, oder speziell von sozialen Netzwerken wie Facebook? Nicht umsonst sind mittlerweile über 600 Millionen User alleine in Facebook registriert: Die Menschen haben das echte Bedürfnis, sich zu vernetzen und auszutauschen. Im Gegensatz zu den anonymen Chatrooms finden Vernetzung und Kommunikation hauptsächlich mit Familie, Freunden und Bekannten statt, die ja durch die immer mobiler werdende Gesellschaft oft in der ganzen Welt verstreut sein können. Das Internet hilft uns also dabei, Kontakt zu halten und informiert zu bleiben. Es hilft den Wissbegierigen aber auch, sich viel mehr und vielseitiger über ein Thema informieren zu können, als es ohne Internet möglich war oder wäre: Egal ob die Recherche für Schüler oder Studierende, oder für Konsumenten auf der Suche nach relevanten Informationen über Unternehmen oder Produkte. In der Vielfalt steckt aber auch das Risiko: Jeder von uns muss erst lernen, mit der Informationsflut umgehen und echter von falscher Information unterscheiden zu lernen, die sogenannte Medienkompetenz also. Nichts desto trotz sehe ich das Internet als eine unglaublich große Chance für jeden Einzelnen von uns, sich besser und unabhängiger zu informieren über alles, was uns interessiert oder betrifft. 4. Wohin geht Deiner Meinung nach die Reise im Social Web? Das Internet wird mobiler, wir haben es in Zukunft immer dabei, bei jedem Spaziergang, bei jedem Einkauf, auf der Uni, überall. Wir werden noch spontaner und flexibler, aber auch wechselhafter und unsteter in der Kommunikation und unserem restlichen sozialen Verhalten. Wir werden uns in Zukunft immer öfter "vor Ort" entscheiden oder bereits alles darüber wissen. Der Einfluss der virtuellen Freunde wird größer: Egal wann jemand von meinen Facebook-Freunden einmal in einem bestimmten Lokal war, und sei es vor einer Ewigkeit: Facebook wird mich darüber informieren (wollen). 5. Wie trennst Du berufliches und privates im Internet? Bei mir ist die Trennung zwischen beruflich und privat etwas schwierig, da das Internet ja auch mein Beruf ist und ich als Person in meiner Social Media-Agentur viermalvier.at und als Buchautor im Vordergrund stehe. Die meisten meiner Online-Profile sind aber beruflich dominiert, mit ein paar persönlichen Dialogen und Einblicken zwischendurch. Wenn es wirklich private Informationen oder Gespräche sind, dann führe ich sie im nicht-öffentlichen Bereich: Via E-Mail oder Telefon. Es gibt Dinge, die sollte man nicht öffentlich bzw. auf fremden Plattformen diskutieren. Im Grunde halte ich es so: Auf Facebook & Co. kommuniziere ich nur das, womit ich kein Problem hätte, wenn es auf den Straßenplakaten und Litfaßsäulen plakatiert werden würde. |

